16. Juni 2026
Veröffentlichungsreihe
China schärft sein Abwehrarsenal gegen ausländische Vorgaben – und trifft damit mitten ins Herz globaler Compliance-Strategien. Die neuen Regelwerke zu Lieferkettensicherheit und „unzulässiger extraterritorialer Gerichtsbarkeit“ ziehen eine klare rote Linie: Wer mit oder in China aktiv ist und zugleich US-, UK- oder EU‑Sanktions-, Exportkontroll- oder Lieferkettenrecht befolgt, bewegt sich künftig in einem echten Konfliktfeld zwischen diesen Rechtsordnungen.
Auf der einen Seite stehen OFAC‑Listen, UFLPA‑Audits, CSDDD‑Due Diligence und Discovery‑Pflichten, auf der anderen die Botschaft Pekings: Maßnahmen, die chinesische Souveränität, Sicherheit oder Lieferketten „unangemessen“ beeinträchtigen, können als unzulässige extraterritoriale Anwendung ausländischen Rechts eingestuft und mit Gegenschritten beantwortet werden – bis hin zu Einreise‑, Handels‑, Daten- und Investitionsbeschränkungen sowie persönlichen Risiken für Management oder gar Einschränkungen für Familienangehörige.
Praktisch bedeutet das: Eine saubere Compliance im Westen – etwa die Beendigung eines Deals wegen US‑Outbound‑Investment‑Regeln oder das Stoppen von Lieferungen an einen sanktionsnahen chinesischen Geschäftspartner – kann in China als diskriminierende Marktverweigerung oder Bedrohung der Versorgungssicherheit gelesen und zum Auslöser von Ermittlungen oder der Aufnahme in eine Malicious Entity List werden.
Was heißt das für Ihr Unternehmen? Jetzt ist es Zeit für einen Reality‑Check: eigene Sanktions‑, Exportkontroll- und Lieferkettenprogramme systematisch gegen die neuen chinesischen Vorgaben spiegeln, Governance-Strukturen überdenken, Entscheidungen nie nur aus einer Sichtweise heraus treffen sowie kritische Entscheidungspfade mit Eskalations- und Ausnahmeprozessen hinterlegen und Kommunikationslinien schärfen – intern wie extern.
16. Juni 2026
von Mike Goldammer
15. Juni 2026
15. Juni 2026
15. Juni 2026
12. März 2026
12. März 2026
von Thomas Kahl, Jan-Patrick Vogel, LL.M. (Stellenbosch University)
12. März 2026
von Isabel Bäumer
22. Dezember 2025
25. November 2025
2. Oktober 2025
von Isabel Bäumer
23. September 2025
Inhalt:▪️Dr. Martin Knaup: Wie sich Compliance-Standards aus der Geldwäscheprävention der Finanzbranche zunehmend auch auf andere Wirtschaftszweige übertragen lassen.▪️Dr. Verena Ritter-Döring und Thomas Kahl: Die Financial Data Access Regulation (FIDA) erweitert ab 2027 den Zugang zu Finanzdaten und schafft dabei hohe Datenschutz- und Sicherheitsanforderungen für Unternehmen.▪️Sebastian Rünz und Louis Warnking: Die EU-Entwaldungsverordnung (EUDR) bringt neue, weitreichende Sorgfaltspflichten für Lieferketten mit sich, räumt Unternehmen zugleich mehr Zeit zur Umsetzung ein.
28. Januar 2025
von mehreren Autoren
Inhalt:▪️Sebastian Rünz und Julius Dahmen: Die geplante EU-Richtlinie CSDDD im Vergleich mit dem deutschen Lieferkettengesetz – deutlich mehr Unternehmen werden von verschärften Sorgfaltspflichten betroffen sein.▪️Dr. Leonard Szabó: Wie Unternehmen durch vorsichtige Kommunikation und gezielte Maßnahmen die Anfechtung von Zahlungen in Krisensituationen vermeiden können.▪️Dr. Anne Förster und Mareike Christine Gehrmann: Analyse zur Einführung generativer KI wie ChatGPT aus Compliance-Perspektive – datenschutzrechtliche, urheberrechtliche und ethische Schutzmaßnahmen sind notwendig.
28. Januar 2025
von mehreren Autoren
Inhalt:▪️Mareike Christine Gehrmann und Dr. Anne Förster: Die stufenweise Einführung der EU-KI-Verordnung ab August 2024 – wie sich Unternehmen frühzeitigen durch eigene KI-Kompetenzteams vorbereiten können.▪️Dr. Benedikt Rohrßen: Wie KI einerseits zur Unterstützung von Compliance-Prozessen eingesetzt werden kann und andererseits selbst strengen Compliance-Anforderungen unterliegt.
28. Januar 2025
von mehreren Autoren
Inhalt: ▪️Dr. Martin Knaup: Die Geschäftspartnerprüfung („Know your Customer“, KYC) ist zunehmend unverzichtbares Instrument zur Vermeidung externer Compliance-Risiken und Einhaltung regulatorischer Anforderungen.▪️Dr. Michael Brüggemann und Tim Hendricks: Der neue Leitfaden der EU-Kommission zur Sanktions-Compliance soll Unternehmen bei der Vermeidung von Sanktionsumgehungen unterstützen.▪️Lara Nonnenmühlen: Warum bei der Umsetzung des Lieferkettengesetzes auch kartellrechtliche Vorgaben unbedingt berücksichtigt werden müssen.
28. Januar 2025
von mehreren Autoren
Inhalt: ◾ Dr. Rebekka Krause: Unternehmen benötigen eine ESG-Abteilung aufgrund steigender rechtlicher Nachhaltigkeitsanforderungen (CSRD) ◾ Dr. Leonard Szabó: Insolvenzverwalter können Zahlungen anfechten, wenn der Empfänger von der Zahlungsunfähigkeit des Kunden wusste. Unternehmen sollten Krisenindikatoren beachten ◾ Jan-Patrick Vogel, LL.M.: Überhöhte oder zu geringe Vergütungen von Arbeitnehmervertretern bergen Strafbarkeitsrisiken. Unternehmen sollten ihre Vergütungspraxis prüfen
28. Januar 2025
von Dr. Rebekka Krause, Jan-Patrick Vogel, LL.M. (Stellenbosch University)
von Mike Goldammer und Julian Sun