Autoren

Dr. Martin Knaup, LL.B.

Salary Partner

Read More

Dr. Carl-Tessen Taube, LL.M. (UNSW)

Associate

Read More

Dr. Frank Koch

Partner

Read More
Autoren

Dr. Martin Knaup, LL.B.

Salary Partner

Read More

Dr. Carl-Tessen Taube, LL.M. (UNSW)

Associate

Read More

Dr. Frank Koch

Partner

Read More

27. Mai 2020

Organhaftung trotz rechtlich zulässigem Verhalten – warum „rechtlich zulässig“ nicht immer pflichtgemäß ist

Unternehmerische Entscheidungen stellen gerade in Zeiten der Krise eine erhebliche Herausforderung für die Entscheidungsträger dar, denn sowohl die Prognoseunsicherheit als auch der Zeitdruck steigen exponentiell.

 

Wir haben ein 3-Stufen-Modell entwickelt, welches Ihnen die Navigation durch diese unsicheren Zeiten erleichtert:


1. Legalitätscheck

 

Leitplanke für jegliche Entscheidung sollte der Rahmen des rechtlich Zulässigen sein. Zwar ist rechtens nicht gleich richtig, aber zwingende Grundvoraussetzung für eine haftungssichere Entscheidung. Ein vermeidbarer Verstoß gegen zwingendes Recht ist der kürzeste Weg in die persönliche Haftung.

Gerade in Krisenzeiten sind die allgemeinen Sorgfaltspflichten der Entscheidungsträger besonders streng. Erst wenn die formalen, kompetenzrechtlichen und organisatorischen Grundanforderungen erfüllt sind, eröffnen gesteigerte Unsicherheiten auch einen erweiterten Ermessensspielraum zu Gunsten der Entscheidungsträger.

Was wir für Sie tun können:

Gesetzescheck

  • Wie kann ich gesetzliche Spielräume, Sonderregelungen und staatliche Hilfspakete effektiv nutzen

Vertragscheck

  • Welche Handlungsspielräume bietet mir die vertragliche Grundlage im Verhältnis zu Geschäftspartnern

Kompetenzcheck

  • Welche Entscheidungen bedürfen der Zustimmung welcher Gesellschaftsorgane

Entscheidungskatalysator

  • Schnelle und (auch formal) rechtssichere Einholung der erforderlichen Zustimmungsbeschlüsse

 

2. 360°-Entscheidungsanalyse

Ausgangspunkt: Eine allgemeine Krisenlage zwingt – wie das aktuelle Beispiel der Corona-Krise zeigt – nahezu alle Unternehmen in Nachverhandlungen über bestehende Verträge.

Herausforderung: Wie aktuelle Beispiele zeigen, genügt es nicht, unternehmerische Entscheidungen da-hingehend zu überprüfen, ob sie rechtlich zulässig sind. Pflichtgemäße Entscheidungen müssen stets auf vollständiger Informationsgrundlage erfolgen. Egal, ob bei der Entscheidung, die Miete gegenüber Vertragspartnern einseitig zu stunden, Kurzarbeit zu beantragen oder staatliche Hilfsmaßnahmen in Anspruch zu nehmen etc., es müssen stets auch die Auswirkungen auf die übrigen Stakeholder – insbesondere Kunden, Mitarbeiter, Geschäftspartner, Öffentlichkeit etc. –  bedacht und in die Entscheidungsfindung einbezogen werden.

Lösungsansatz: Die 360°-Entscheidungsanalyse: Über rein formaljuristische Betrachtung hinausgehende Analyse der Entscheidungsgrundlagen unter Einbeziehung sonstiger Stakeholder und deren Interessen durch:

  • Identifizierung betroffener Stakeholder 
  •  Prä-Mortem-Analyse unter Berücksichtigung potentieller Reaktionen relevanter Stakeholder und auf Grundlage unserer Erfahrung aus Organhaftungsprozessen

  • Gerichtsfeste Dokumentation der Informationsgrundlage

3. Kommunikationsmanagement

Im Sinne einer umfassenden Begleitung des Entscheidungsprozesses ist abschließend die richtige Kommunikation der Entscheidung von zentraler Bedeutung. Auch eine in juristischer und wirtschaftlicher Hinsicht einwandfreie Entscheidung kann bei misslungener Kommunikation langjährige Geschäftsbeziehungen zerstören, Mitarbeiter frustrieren und die öffentliche Reputation eines Unternehmens nachhaltig schädigen.

Kernelement der Kommunikation ist eine ganzheitliche Betrachtung von Unternehmenskultur, Geschäftspartnerbeziehungen und Öffentlichkeitswahrnehmung. Ein solchermaßen konsistentes Auftreten schafft Vertrauen in Verlässlichkeit und Werte, macht Entscheidungen nachvollziehbar und gibt ihnen Substanz.

Wie wir Sie hierbei unterstützen können:

  •  Implementierung einer Unternehmenskultur, insbesondere durch Unternehmensleitlinien, „Tone from the Top“ und Mitarbeiterschulungen

  • Entwicklung einer Verhandlungsstrategie, die darauf ausgerichtet ist, das wirtschaftliche Ziel zu erreichen, gleichzeitig aber auch vermeidet, die Beziehung zum Geschäftspartner zu beschädigen oder gar zu zerstören, und entsprechende Mitarbeiterschulung
  • Verhandlungsführung mit Geschäftspartnern und sonstigen Beteiligten (begleitend oder als externe Verhandlungsführer)

  • Interdisziplinäre Kooperation mit Kommunikationsexperten

Zur PDF-Version: Organhaftung trotz rechtlich zulässigem Verhalten – warum „rechtlich zulässig“ nicht immer pflichtgemäß ist

Call To Action Arrow Image

Newsletter-Anmeldung

Wählen Sie aus unserem Angebot Ihre Interessen aus!

Jetzt abonnieren
Jetzt abonnieren

Related Insights

Disputes & Investigations

Zurück zur Normalität in Zeiten von Corona?

28. April 2020

von mehreren Autoren

Klicken Sie hier für Details
Corporate Crime & Compliance

Internal investigations – quo vadis?

17. Juli 2018

von Dr. Martin Knaup, LL.B. und Jan-Patrick Vogel, LL.M. (Stellenbosch University)

Klicken Sie hier für Details