Nach dem boomenden Aufschwung der Immobilienwirtschaft im vergangenen Jahrzehnt haben die Covid-19-Pandemie, der Ukrainekrieg und die Zinswende vielfältigen Einfluss auf den Immobilienmarkt. Inflation, Zinswende, hohe Finanzierungskosten, steigende Energie-, Herstellungs- und Materialkosten und gestörte Lieferketten sind die Herausforderungen, die es zu meistern gilt. Insbesondere in Folge der Leitzinserhöhung durch die Europäische Zentralbank im Juli 2022 haben auch die Bauzinsen eine enorme Erhöhung erfahren und zu einer generellen Unsicherheit auf den Märkten mit Immobilienbezug - sowohl seitens des Investmentmarktes als auch im Bereich der Baubranche - geführt. Die nun verteuerten Investitionsmöglichkeiten in Immobilien werden begleitet von der Zurückhaltung der Investoren, woraus sich ein Transaktionseinbruch ergeben hat.
Die Folgen sind nahezu wöchentlich sichtbar: zahlreiche - auch namhafte und solide aufgestellte - Projektentwickler mussten Insolvenz anmelden. Projekte werden nicht fertiggestellt, es drohen, Bauruinen zu entstehen, Lieferanten und Handwerker werden für ihre bereits erbrachten Leistungen nicht mehr bezahlt, Aufträge werden storniert, neue Aufträge bleiben aus. Selbst der größte Optimist hat es zurzeit schwer, Licht am Ende des Tunnels zu sehen.
Dennoch ist es keine Lösung, den Kopf in den Sand zu stecken und abzuwarten, bis der Sturm vorübergezogen ist. Für Investoren, Mieter, Banken und Projektentwickler gilt es, sich an die nun vorherrschende Marktsituation anzupassen.
Hinweis: Bei Einwahl in das Webinar wird die Anonymität der Teilnehmer untereinander sicher gewahrt bleiben.