Nach dem boomenden Aufschwung der Immobilienwirtschaft im vergangenen Jahrzehnt haben unter anderem die Covid-19-Pandemie und der Ukrainekrieg die Immobilienwirtschaft in eine Krise gestürzt.
Zusätzlich wurde die Situation durch Inflation, Zinswende, hohe Finanzierungskosten, steigende Energie-, Herstellungs- und Materialkosten und gestörte Lieferketten verschärft. Insbesondere in Folge der Leitzinserhöhungen durch die Europäische Zentralbank haben auch die Bauzinsen eine enorme Erhöhung erfahren und zu einer generellen Unsicherheit auf den Märkten mit Immobilienbezug - sowohl seitens des Investmentmarktes als auch im Bereich der Baubranche - geführt. Die nun verteuerten Investitionsmöglichkeiten in Immobilien werden begleitet von der Zurückhaltung der Investoren, woraus sich ein Transaktionseinbruch ergeben hat.
Die Folgen sind nahezu wöchentlich sichtbar: zahlreiche - auch namhafte und solide aufgestellte - Projektentwickler mussten Insolvenz anmelden. Projekte werden nicht fertiggestellt, Lieferanten und Handwerker werden für ihre bereits erbrachten Leistungen nicht mehr bezahlt, Aufträge werden storniert, neue Aufträge bleiben aus. Selbst der größte Optimist hat es zurzeit schwer, Licht am Ende des Tunnels zu sehen.
Dennoch ist es keine Lösung, den Kopf in den Sand zu stecken und abzuwarten, bis der Sturm vorübergezogen ist. Für Investoren, Mieter, Banken und Projektentwickler gilt es, sich an die nun vorherrschende Marktsituation anzupassen. Darüber wollen wir mit einigen Experten und Ihnen diskutieren.
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