Kein Glück im Spiel. Wie geht es weiter mit dem deutschen Glücksspielmonopol?
Durch das Veranstalten von Lotto und anderen Glücksspielen erzielen die Bundesländer jedes Jahr geschätzte Einnahmen von über 3 Milliarden Euro. In Deutschland erhalten regelmäßig nur staatliche Anbieter eine Lizenz zum Veranstalten von Glücksspielen. Private Anbieter werden vom deutschen Markt dagegen weitestgehend ausgeschlossen. Auch das Anbieten von Glücksspielen im Internet ist stark reguliert und grundsätzlich unzulässig.
Seit vielen Jahren versuchen die Ministerpräsidenten der Länder, das Glücksspielmonopol des Staates aufrechtzuerhalten und damit private Anbieter vom deutschen Glücksspielmarkt fernzuhalten. Hier sollten ein Umdenken der Ministerpräsidenten und eine Liberalisierung des deutschen Glücksspielmarktes nach dem Beispiel des Glücksspielgesetzentwurfs aus Schleswig-Holstein stattfinden. (...)
Deutscher Anwaltsspiegel, Ausgabe 15/2011
Anwälte Paul Voigt